Dienstag, 24. Januar 2012

Mann aus dem Iran legt Zugverkehr lahm

Eisenhüttenstadt.- Ein in den Gleisen stehender Iraner legte am Sonntagmittag den Zugverkehr zwischen Eisenhüttenstadt und Cottbus für etwa 15 Minuten lahm. Er hatte Schmerzen im Bein und wollte daher mit dem Zug mitfahren. In seinem Heimatland sei dies so üblich.
Um ein Unglück zu verhindern, musste der Triebfahrzeugführer des nach Cottbus fahrenden Regionalexpress gegen 12 Uhr 15 einen Nothalt einleiten, als er den winkenden Mann in den Gleisen stehen sah. Der Zugführer lehnte die Mitfahrt ab, informierte die Notfallleitstelle und fuhr ohne den 26-Jährigen weiter. Bis zum Eintreffen der alarmierten Einsatzkräfte der Bundespolizei versuchte der Iraner, auch den nächsten aus Cottbus kommenden Zug zu stoppen.
Die Bundesbeamten entdeckten den 26-jährigen Asylbewerber schließlich auf den Gleisen in Höhe des Inselfriedhofes in Eisenhüttenstadt. Sie leiteten ein Strafverfahren wegen des gefährlichen Eingriffes in den Bahnverkehr ein.
Im Anschluss machte sich der Mann wieder auf den Weg in die Zentrale Ausländerbehörde Eisenhüttenstadt - zu Fuß.
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